Wer besetzt Führungspositionen im Gesundheitswesen?
Münker & Partner besetzt in Kliniken, MVZ und Einrichtungen des Gesundheitswesens Geschäftsführung und Direktion, ärztliche Leitung, Pflegedirektion sowie Finanzen und Medizincontrolling. Wir sind eine inhabergeführte Personalberatung mit Sitz in Düsseldorf und einem zweiten Standort in München und arbeiten bundesweit.
Wir suchen über Direktansprache statt über Anzeigen: Wir gehen auf Menschen zu, die heute vergleichbare Verantwortung tragen, und prüfen Fachwissen, Führungserfahrung und Eignung, bevor wir jemanden vorstellen. Dazu gehören strukturierte Interviews und auf Wunsch die berufsbezogene Eignungsdiagnostik nach dem Bochumer Inventar.
Zur Einordnung von Dauer und Honorar: Laut BDU-Marktstudie dauerte eine Besetzung 2024 im Schnitt knapp 14 Wochen, das durchschnittliche Honorar von Personalberatungen lag im selben Jahr bei 27,5 Prozent des Zieleinkommens der zu besetzenden Position. Was für Ihre Position gilt, halten wir vor dem Start schriftlich fest.
Zur Lage in der Branche: 1.807 Krankenhäuser, 34 weniger als 2024 (Destatis, Stand 2025).
Als Headhunter für Kliniken besetzen wir diese Positionen
Von der Geschäftsführung über ärztliche und pflegerische Leitungen bis zu Steuerung und Umbau im Klinikverbund.
Geschäftsführung und Direktion
- Geschäftsführung von Krankenhausgesellschaften
- Regionalgeschäftsführung in Klinikverbünden
- Kaufmännische Direktion
Ärztliche Leitung
- Ärztliche Direktion
- Chefärztinnen und Chefärzte
- Ärztliche Leitung von MVZ
Pflegedirektion im Krankenhaus
- Pflegedirektion und Pflegevorstand
- Leitung Pflegeentwicklung
- Bereichsleitungen Pflege
Finanzen und Medizincontrolling
- Leitung Finanzen und Controlling
- Leitung Medizincontrolling und Erlösmanagement
- Leitung Einkauf und Logistik
Reha und ambulante Versorgung
- Klinikleitung von Reha- und Vorsorgeeinrichtungen
- Geschäftsführung von MVZ-Gruppen
- Leitung von Gesundheitsdienstleistern
IT, Qualität und Personal
- IT-Leitung und Digitalisierung
- Qualitäts- und klinisches Risikomanagement
- Personalleitung
Worauf es bei Klinikpositionen ankommt
Ärztliche und pflegefachliche Leitung
Ein Krankenhaus steht fachlich-medizinisch unter ständiger ärztlicher Leitung und seit dem Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) auch pflegefachlich unter ständiger pflegefachlicher Leitung (§ 107 SGB V). Vorsorge- und Rehaeinrichtungen arbeiten unter ständiger ärztlicher Verantwortung. Die Vertretung gehört deshalb in jede Nachfolgeplanung für ärztliche Direktion und Pflegedirektion.
Leistungsgruppen hängen an Fachärzten
Das KHVVG gilt seit dem 12. Dezember 2024, 2026 hat der Gesetzgeber es mit dem Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) angepasst. Für jede Leistungsgruppe gelten Qualitätskriterien, bei den meisten auch eine Mindestzahl an Fachärztinnen und Fachärzten (§ 135e SGB V mit Anlage 1). In der Allgemeinen Inneren Medizin sind es zum Beispiel drei Fachärzte aus dem Gebiet Innere Medizin, gerechnet in Vollzeitäquivalenten; mindestens eine fachärztliche Rufbereitschaft muss jederzeit gesichert sein. Die Landesbehörde weist eine Leistungsgruppe grundsätzlich nur zu, wenn der Standort die Kriterien erfüllt (§ 6a KHG).
Personallücken sind meldepflichtig
Erfüllt ein Standort ein Qualitätskriterium einer zugewiesenen Leistungsgruppe länger als einen Monat nicht, muss das Krankenhaus das unverzüglich melden, unter anderem der Landesbehörde und dem Medizinischen Dienst. Meldet es nicht rechtzeitig, darf es die Leistungen dieser Gruppe ab Beginn der Lücke nicht abrechnen (§ 275a SGB V). Dauert die Lücke an, ist die Zuweisung grundsätzlich aufzuheben (§ 6a Abs. 5 KHG).
Der Umbau braucht Führung
Der Transformationsfonds fördert von 2026 bis 2035 unter anderem Vorhaben, mit denen Krankenhäuser regionale Verbünde bilden oder Standorte zusammenlegen (§ 12b KHG). Dafür braucht es Führungskräfte, die Abteilungen zusammenführen und Teams durch Veränderungen leiten.
Was das für die Suche bedeutet
Wir klären zu Beginn, welche Leistungsgruppen an der Position hängen, fragen Facharztbezeichnung, Weiterbildung und Leitungserfahrung konkret ab und planen Kündigungsfristen ein. Über Zuweisungen entscheiden die zuständigen Behörden. Eine Rechtsberatung ersetzen wir nicht.
Rechtsgrundlagen (Rechtsstand September 2026): § 107 SGB V · § 135e SGB V · Anlage 1 SGB V · § 275a SGB V · § 6a KHG · § 12b KHG · KHVVG, BGBl. 2024 I Nr. 400 · KHAG, BGBl. 2026 I Nr. 98
So läuft die Besetzung ab
Fünf Schritte, in denen wir Träger, Gremien und Leistungsgruppen von Beginn an mitdenken.
Auftrag und Anforderungsprofil
Wir klären mit Geschäftsführung, Fachbereich oder Personalabteilung, welche Aufgaben die Position hat und welche Erfahrung dafür nötig ist. Daraus entsteht ein Anforderungsprofil, das fachliche und persönliche Kriterien sauber trennt. Bei ärztlichen Positionen gehört dazu die Facharztbezeichnung, die der Standort für seine Leistungsgruppen braucht.
Marktanalyse und Direktansprache
Wir ermitteln, in welchen Kliniken und Gesundheitseinrichtungen passende Kandidatinnen und Kandidaten arbeiten, und sprechen sie vertraulich an. Ihre Einrichtung nennen wir erst, wenn ernsthaftes Interesse besteht. Das ist der Kern unserer Leistung Suche & Auswahl. Wir sprechen auch Führungskräfte aus Universitätskliniken, Klinikverbünden und Rehakliniken an.
Interviews und Eignungsdiagnostik
Strukturierte Interviews und berufsbezogene Eignungsdiagnostik nach dem Bochumer Inventar (BIP) machen Führungsverhalten, Entscheidungsstil und Belastbarkeit vergleichbar.
Auswahl und Entscheidung
Sie erhalten eine Auswahl geprüfter Kandidatinnen und Kandidaten mit einer nachvollziehbaren Einschätzung zu Stärken und Risiken und entscheiden auf einer klaren Grundlage.
Vertrag und Start
Wir begleiten die Verhandlungen bis zur Unterschrift und bleiben auch nach dem Start ansprechbar, damit das Onboarding gelingt.
Bei plötzlicher Vakanz in Geschäftsführung oder kaufmännischer Direktion hilft unser Interimsmanagement.
Personalberatung für Krankenhäuser, Reha und MVZ
Trägerschaft, Größe und Gremien bestimmen, wer über eine Besetzung entscheidet.
Krankenhäuser und Klinikverbünde
Von der kommunalen Klinik bis zum privaten Verbund: 2025 waren 529 Krankenhäuser in öffentlicher, 549 in freigemeinnütziger und 729 in privater Trägerschaft (Destatis).
Reha und Vorsorge
Rehakliniken und Vorsorgeeinrichtungen, für die wir ärztliche Leitungen, Klinikleitungen und kaufmännische Funktionen besetzen.
MVZ und Gesundheitsdienstleister
Medizinische Versorgungszentren, etwa von Krankenhäusern, Vertragsärzten oder Kommunen gegründet, und Dienstleister wie Labor, Dialyse oder Klinikservice.
Quelle jeweils: Statistisches Bundesamt, Tabellenstand 10. September 2026.
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Häufige Fragen zur Personalberatung für Krankenhäuser und Kliniken
Wie gewinnen Kliniken Chefärztinnen und Chefärzte, die nicht aktiv suchen?
Über persönliche und vertrauliche Ansprache. Wir suchen in Häusern mit vergleichbarem Leistungsspektrum und sprechen Oberärztinnen, Oberärzte und Chefärzte an, deren Profil passt. Ihr Haus nennen wir erst bei echtem Interesse. Mehr dazu im Ratgeber Ist Direktansprache legal?
Was gilt für Zielvereinbarungen in Chefarztverträgen?
Nach § 135c SGB V gibt die Deutsche Krankenhausgesellschaft im Einvernehmen mit der Bundesärztekammer Empfehlungen für Verträge mit leitenden Ärzten ab. Diese müssen Zielvereinbarungen ausschließen, die auf finanzielle Anreize etwa für einzelne Leistungen oder Leistungsmengen abstellen. Ob sich ein Krankenhaus daran hält, muss es im Qualitätsbericht erklären.
Wer darf ein MVZ ärztlich leiten?
Ein MVZ ist ärztlich geleitet. Der ärztliche Leiter muss nach § 95 Abs. 1 SGB V selbst im MVZ tätig sein, als angestellter Arzt oder als Vertragsarzt, und ist in medizinischen Fragen weisungsfrei. Arbeiten dort unterschiedliche Berufsgruppen der vertragsärztlichen Versorgung, ist auch eine kooperative Leitung möglich.
Was kostet eine Personalberatung für Kliniken?
Das Honorar richtet sich nach Position, Umfang und Suchauftrag, eine Chefarztsuche verläuft anders als die Suche nach einer kaufmännischen Leitung. Ihr Angebot erhalten Sie nach dem ersten Gespräch. Die üblichen Modelle erklärt unser Ratgeber Retainer oder Erfolgsbasis.
Zur Einordnung: Laut BDU-Marktstudie lag das durchschnittliche Honorar von Personalberatungen 2024 bei 27,5 Prozent des Zieleinkommens der zu besetzenden Position. Unser Honorar hängt von Position und Suchaufwand ab und steht vor dem Start schriftlich fest.

Ihr Ansprechpartner
Sprechen Sie mit Tobias Münker
Gründer und Geschäftsführer, Personalberatung am Standort Düsseldorf
Sie planen die Nachfolge in einer Geschäftsführung, einer ärztlichen Direktion oder einer Chefarztstelle? Im ersten Gespräch klären wir Aufgabe, Standort und Zeitplan und zeigen Ihnen, wie wir suchen würden.

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